
Das queere Kino zeigt sich so vielfältig wie selten: romantisch, düster, komisch, politisch und manchmal ziemlich schräg. Von «Heartstopper» über lesbische Liebesgeschichten bis zum queeren Slasher reicht die Auswahl. Wir stellen Filme vor, auf die sich ein Blick lohnt – und sagen, wann sie oder überhaupt in der Schweiz zu sehen sind.
Die politische und gesellschaftliche Lage mag vielerorts bedrückend sein. Umso wichtiger sind Geschichten, die queeres Leben nicht nur mit Diskriminierung und Ausgrenzung verbinden, sondern auch mit Liebe, Begehren, Freundschaft, Humor und Lebensfreude. Die Filme des Jahres 2026 zeigen dabei eine bemerkenswerte Bandbreite. Neben grossen Streamingproduktionen finden sich Festivalfilme, Horror, Coming-of-Age-Geschichten und ausgesprochen eigenwillige Komödien.

«Leviticus» – wenn Begehren zum Horror wird
Ein kleiner Ort im ländlichen Australien, eine fundamentalistische christliche Gemeinde und zwei junge Männer, die sich heimlich zueinander hingezogen fühlen: Aus dieser Ausgangslage entwickelt Adrian Chiarella in «Leviticus» eine Mischung aus schwulem Coming-of-Age-Film und übernatürlichem Horror.
Naim und Ryan versuchen, ihre Gefühle voreinander und vor ihrem Umfeld zu verbergen. Doch eine dämonische Erscheinung macht sich genau dieses verdrängte Begehren zunutze. Der Horror ist damit mehr als blosses Genre-Vergnügen: Er wird zum Bild für religiöse Schuldgefühle, Homophobie und die Angst davor, die eigene Sexualität zuzulassen.
Der australische Film feierte im Januar beim Sundance Film Festival Premiere. Für die Schweiz ist ein Kinostart bislang nicht bestätigt. Doch Prime und Apple TV bieten ihn zum streamen an.
Leviticus
Australien, 2026
Regie: Adrian Chiarella
Hauptdarsteller: Joe Bird, Stacy Clausen, Mia Wasikowska, Jeremy Blewitt
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«I Want Your Sex» – Gregg Araki ist zurück
Gregg Araki gehört seit den 1990er-Jahren zu den prägenden Namen des New Queer Cinema. Nun meldet er sich nach fast 10 Jahren Pause, in denen er fürs Fernsehen arbeitete, mit einer ziemlich wilden Mischung aus Erotik, Komödie, Thriller und Satire auf die Kinoleinwände zurück. Obwohl, vermutlich wird das Kino faule Publikum ihn mehrheitlich streamen.
Elliot, gespielt von Cooper Hoffman, ergattert einen Job bei der berühmten Künstlerin Erika Tracy. Olivia Wilde, Schauspielerin, Regisseurin und Ex-Geliebte von Harry Styles verkörpert sie als provokante Persönlichkeit, die Elliot kurzerhand zu ihrer «sexuellen Muse» erklärt. Was zunächst wie die Erfüllung seiner Fantasien wirkt, entwickelt sich zu einem komplizierten Geflecht aus Sex, Begehren, BDSM, Macht, Grenzen und Manipulation. Mit dabei sind ausserdem Charli xcx, Daveed Diggs, Mason Gooding, Chase Sui Wonders, Johnny Knoxville und Margaret Cho.
Ein Schweizer Kinostart ist bisher nicht bestätigt. Was vermutlich auch nicht passieren wird. Für das CH-Durchschnittspublikum sind die Filme von Gregg Araki zu schräg. Mal abwarten ob ihn Queersicht zeigen wird oder Uncut ihn in sein Programm aufnimmt.
I Want Your Sex
USA, 2026
Regie: Gregg Araki
Cast: Olivia Wilde, Cooper Hoffman, Charli xcx, Daveed Diggs, Mason Gooding, Chase Sui Wonders
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«La bola negra» – queeres Leben durch die Jahrzehnte
Ein Must-see ist «La bola negra», der bei den Filmfestspielen von Cannes 2026 im Hauptwettbewerb lief und ausgezeichnet wurde. Das Regie-Duo Javier Ambrossi und Javier Calvo erhielten den Preis für die beste Regie, den sie sich ex aequo mit einem weiteren Wettbewerbsbeitrag teilten. Am 24. September, 1. und 3. Oktober wird er am Zurich Film Festival erstmals in der Schweiz gezeigt.
Javier Ambrossi und Javier Calvo, gemeinsam als «Los Javis» bekannt, erzählen in «La bola negra» von drei Männern in drei unterschiedlichen Epochen. Ihre Lebensgeschichten sind durch Sexualität und Begehren, Schmerz und familiäres Erbe miteinander verbunden. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch eines der letzten unvollendeten Werke des spanischen Dichters Federico García Lorca. Der Film führt durch die Jahre 1932, 1937 und 2017 und verbindet persönliche queere Geschichten mit der spanischen Geschichte.
Zur prominenten Besetzung gehören Penélope Cruz, Glenn Close, Miguel Bernardeau und Guitarricadelafuente. Hinter diesem ungewöhnlichen Künstlernamen steckt der queere spanische Sänger und Songwriter Álvaro Lafuente. Mit seiner Mischung aus spanischer Liedtradition, Flamenco, Folk und modernem Pop hat er sich in den vergangenen Jahren einen Namen gemacht. In «La bola negra» gibt er als Sebastián sein Schauspieldebüt und übernimmt gleich eine der zentralen Rollen.
La bola negra
Spanien/Frankreich, 2026
Regie: Javier Ambrossi und Javier Calvo
Cast: Guitarricadelafuente, Miguel Bernardeau, Carlos González, Milo Quifes, Lola Dueñas, Penélope Cruz, Glenn Close
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«Girls Like Girls» – aus einem Song wird ein Kinofilm
Mit ihrem Song und dem dazugehörigen Musikvideo «Girls Like Girls» wurde Hayley Kiyoko 2015 für viele junge lesbische und bisexuelle Frauen zu einer Identifikationsfigur. Sie wurde sogar Lesbian Jesus genannt! Später machte sie daraus einen Roman – und nun einen Spielfilm.
Nach dem Tod ihrer Mutter zieht die 17-jährige Coley aufs Land zu ihrem Vater. Dort begegnet sie Sonya. Aus Freundschaft entwickelt sich während eines langen Sommers eine erste Liebe. Doch Sonya hält ihre sexuelle Orientierung geheim und steckt gleichzeitig in einer Beziehung mit einem kontrollierenden Freund.
Hayley Kiyoko gibt mit dem Film ihr Spielfilm-Regiedebüt. Maya da Costa und Myra Molloy übernehmen die beiden Hauptrollen. In den USA startete «Girls Like Girls» im Juni ‘26 und erschien dort kurz darauf auch digital. In Deutschland wurde der Film Ende August im Rahmen spezieller Pride-Night-Vorstellungen gezeigt. Für die Schweiz ist derzeit leider noch kein Streamingangebot verzeichnet.
Girls Like Girls
USA/Kanada, 2026
Regie: Hayley Kiyoko
Cast: Maya da Costa, Myra Molloy, Levon Hawke, Zach Braff
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«Heartstopper Forever» – Abschied von Nick und Charlie
Für viele Fans dürfte «Heartstopper Forever» eines der wichtigsten queeren Filmereignisse des Jahres sein. Statt einer weiteren Staffel beendet Netflix die Geschichte von Nick und Charlie mit einem abendfüllenden Film.
Das Schulende rückt näher. Nick bereitet sich auf die Universität vor, während Charlie seinen eigenen Weg findet. Damit steht das Paar vor einer Frage, die viele erste grosse Liebesgeschichten irgendwann erreicht: Was geschieht, wenn das gemeinsame Alltagsleben endet und plötzlich Entfernung zwischen zwei Menschen liegt?
Alice Oseman schrieb das Drehbuch nach ihren eigenen Graphic Novels. Regie führte Wash Westmoreland. Kit Connor und Joe Locke kehren als Nick und Charlie zurück.
Hier gibt es erfreulicherweise keine Wartezeit. «Heartstopper Forever» ist seit dem 17. Juli 2026 auch bei Netflix Schweiz verfügbar.
Heartstopper Forever
Grossbritannien, 2026
Regie: Wash Westmoreland
Cast: Kit Connor, Joe Locke, William Gao, Yasmin Finney
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«Teenage Sex and Death at Camp Miasma» – queerer Slasher mit Gillian Anderson
Schon der Titel verspricht wenig Zurückhaltung. Jane Schoenbrun verbindet in «Teenage Sex and Death at Camp Miasma» Horror, Film-im-Film, sexuelles Begehren und queere Identität.
Der Plot: Die queere Regisseurin Kris soll die etwas heruntergekommene Slasher-Reihe «Camp Miasma» wiederbeleben. Dabei trifft sie auf die Schauspielerin, die im ursprünglichen Film das berühmte «Final Girl» spielte. Zwischen den beiden entwickelt sich eine immer intensivere Faszination – während der vermeintlich fiktive Horror zunehmend real wird.
Hannah Einbinder und Gillian Anderson führen die Besetzung an. Der Film eröffnete im Mai die Cannes-Sektion Un Certain Regard. Und dieser Film ist tatsächlich bereits in der Schweiz angekommen: Am 19. August fand in Zürich eine Preview statt. Der reguläre Deutschschweizer Kinostart folgte im August. Streamen kannst du ihn bei MUBI und Prime Video.
Teenage Sex and Death at Camp Miasma
USA/Kanada, 2026
Regie: Jane Schoenbrun
Cast: Hannah Einbinder, Gillian Anderson, Amanda Fix, Arthur Conti, Eva Victor, Zach Cherry
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«Perfect» – Liebe in einer Dystopischen Welt ohne Wasser
In «Perfect» verbindet Regisseurin Millicent Hailes lesbische Liebe mit einer dystopischen Zukunft. Sauberes Wasser ist knapp und zu einem Luxus der Reichen geworden. Kai begegnet der wohlhabenden und schwangeren Mallory. Trotz des Altersunterschieds beginnen die beiden Frauen eine leidenschaftliche Beziehung. Doch je näher Kai ihrer Geliebten kommt, desto stärker drohen auch Mallorys Geheimnisse ans Licht zu kommen.
Julia Fox und Ashley Moore spielen das ungleiche Paar. Mit dabei sind ausserdem Micaela Wittman, Lío Mehiel und Kate Moennig, die queeren Zuschauerinnen nicht zuletzt aus «The L Word» kennen dürften. Der Film feierte am 12. März beim South by Southwest Film & TV Festival in den USA Premiere. Einen bestätigten Schweizer oder europäischen Start konnte ich bislang nicht finden.
Perfect
USA, 2026
Regie: Millicent Hailes
Hauptdarsteller: Julia Fox, Ashley Moore, Micaela Wittman, Lío Mehiel, Kate Moennig

«Monster: The Lizzie Borden Story» – Axtmord mit queerem Unterton
Streng genommen handelt es sich hier nicht um einen Film, sondern um die vierte Staffel der Netflix-Anthologieserie «Monster» vom schwulen Serien-Macher Ryan Murphy. Trotzdem passt sie thematisch in diese Auswahl. Diesmal widmen sich Ryan Murphy und Ian Brennan dem Fall Lizzie Borden. 1892 wurden Bordens Vater und Stiefmutter mit einer Axt ermordet. Lizzie wurde angeklagt, später jedoch freigesprochen.
Die Netflix-Version macht aus der Geschichte ausdrücklich auch eine Geschichte über weibliches und queeres Begehren. Im Zentrum stehen Lizzie, gespielt von Ella Beatty, und das Hausmädchen Bridget Sullivan, dargestellt von Vicky Krieps. Ryan Murphy hat die Staffel selbst als feministisch, lesbisch und kompromisslos beschrieben. Daneben sind Rebecca Hall, Charlie Hunnam, Billie Lourd, Jessica Barden und Sarah Paulson zu sehen. Paulson spielt die Serienmörderin Aileen Wuornos.
Netflix hat den Start für den 17. September 2026 angekündigt.
Monster: The Lizzie Borden Story
USA, 2026
Serie
Schöpfer: Ryan Murphy und Ian Brennan
Cast: Ella Beatty, Vicky Krieps, Rebecca Hall, Charlie Hunnam, Billie Lourd, Sarah Paulson
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«Club Kid» – Wahlfamilie zwischen Tanzfläche und Elternschaft
Der Schauspieler, Komiker und Sänger Jordan Firstman, ist spätestens seit seiner Rolle in «Rotting in the Sun», wo er sich nackig machte, auch einem internationalen queeren Publikum bekannt. Mit «Club Kid» legt er nun sein Spielfilm-Regiedebüt vor und übernimmt gleichzeitig die Hauptrolle.
Ein New Yorker Partyveranstalter lebt für Nächte, Clubs und das nächste grosse Ereignis. Dann taucht plötzlich ein zehnjähriger Junge auf – sein Sohn, von dessen Existenz er nichts wusste. Aus der Ausgangslage entwickelt Firstman eine Komödie über unerwartete Verantwortung, Wahlfamilien und queere Clubkultur.
Neben Firstman spielen Cara Delevingne, Diego Calva, Kirby Howell-Baptiste und Reggie Absolom. Nach der Premiere in Cannes lief «Club Kid» im September beim Toronto International Film Festival und wird am 26., 27. und 29. September am Filmfestival Zürich zu sehen sein. Ein Kinostart in der Schweiz wurde auf den 28. Januar 2027 angekündigt.
Club Kid
USA, 2026
Regie: Jordan Firstman
Hauptdarsteller: Jordan Firstman, Cara Delevingne, Diego Calva, Kirby Howell-Baptiste, Reggie Absolom
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«Feito Pipa» – Gugu will einfach Gugu sein
Ein besonders berührender Film kommt aus Brasilien. In «Feito Pipa», international auch «Gugu’s World» genannt, steht der junge Gugu im Mittelpunkt. Gugu liebt Fussball und lebt mit seiner Grossmutter Dilma im Nordosten Brasiliens. Als sie zunehmend Anzeichen von Demenz zeigt, versucht der Junge, ihre Krankheit zu verbergen. Er fürchtet, sonst zu seinem Vater ziehen zu müssen – einem Mann, der Gugus als «weiblich» empfundenes Verhalten ablehnt.
Regisseur Allan Deberton erzählt damit nicht nur von einem queeren Kind, sondern auch von Familie, Fürsorge und dem Recht, sich frei zu entfalten. Der Film feierte bei der Berlinale Premiere und gewann dort in der Sektion Generation den Gläsernen Bären. Er lief auf am Pink Apple Filmfestival diesen Frühling. Ob der in Schweiz Kinos zu sehen ist, ist noch offen.
Feito Pipa (Gugu’s World)
Brasilien, 2026
Regie: Allan Deberton
Cast: Yuri Gomes, Teca Pereira, Lázaro Ramos, Carlos Francisco, Georgina Castro
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«Lieblingsmenschen» – Wohngemeinschaft eines schwulen Flüchtlings und einer 101-jähriger Berlinerin
Amir, ein 31-jähriger schwuler Geflüchteten aus dem Iran, trifft in Berlin auf die 101-jährige Agnes. Um dem Altersheim zu entkommen, bietet Agnes dem Iraner an eine Wohngemeinschaft zu gründen. Was als ungewöhnliche WG beginnt, entwickelt sich schnell zu einer tiefen Freundschaft. Zwischen Einkaufslisten, Sprachkursen und Agnes’ Erinnerungen an ein Jahrhundert voller Veränderungen entsteht ein Alltag, der beiden Halt gibt. Während Amir sich mit Bürokratie, Heimweh und neuen Freiheiten auseinandersetzt, öffnet Agnes ihr Zuhause und ihre Vergangenheit. Gemeinsame Spaziergänge durch die Nachbarschaft, kleine Rituale und der Austausch über ihre unterschiedlichen Lebensgeschichten lassen eine tiefe Verbindung entstehen, die Alters- und Kulturgrenzen leise verschiebt. Diese wahre Geschichte erzählt von Mitgefühl, Selbstbestimmung und der Kraft, sich gegenseitig Raum zu geben. Eine lebensbejahende Komödie voller Herz und guter Laune. Ab 19. November in den Deutschschweizer Kinos.
Lieblingsmenschen
Deutschland / 2026
Regie: Helena Hufnagel
Besetzung: Katharina Thalbach, Bardo Böhlefeld, Ulrike Kriener, Ronald Zehrfeld, Katja Riemann, Jannik Schümann, Mo Ahmadi
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«Black Church Bay» – Mystery-Thriller über den Generationsunterschiede im Umgang mit der eigenen Sexualität
Der Debüt-Film von Rhys Marc Jones feiert seine Weltpremiere am Zurich Film Festival (ZFF). Er erzählt die Geschichte vom jungen Lehrer Barry (Tom Cullen, bekannt aus «Weekend»), der sich auf eine Affäre mit seinem schwulen Schüler Jasper (Joe Locke) einlässt. Als Jasper kurz darauf spurlos verschwindet, droht Barrys sorgfältig gehütetes Geheimnis ans Licht zu kommen, was er um jeden Preis verhindern muss. Nach und nach wird Barry mit den Folgen seiner Entscheidungen konfrontiert: Wie weit kann ein Mensch gehen, um sein wahres Ich zu verbergen? Ein packender Mystery-Thriller, der die Generations-Unterschiede im Umgang mit der eigenen Sexualität und deren Auswirkungen auf das eigene Leben auf bewegende Art und Weise beleuchtet. «Wie lange kann man vor sich selbst davonlaufen? Ein nervenaufreibender Thriller vor der atemberaubenden Kulisse von Wales, getragen von zwei eindringlichen Performances – ein fulminantes Debüt!», findet Anja Fröhner, die Chef-Programmgestalterin des ZFF, und deshalb läuft der Thriller auch im Wettbewerb um den besten Spielfilm.
Black Church Bay
UK / 2026
Regie: Rhys Marc Jones
Cast: Tom Cullen, Joe Locke, Marli Siu, Rakie Ayola, Dylan Michael
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«Call My Agent! The Movie» – Andréa ist zurück
Fans der französischen Erfolgsserie «Dix pour cent», international als «Call My Agent!» bekannt, dürfen sich auf ein Wiedersehen freuen. Fünf Jahre nach dem Ende der Agentur ASK hat Andréa Martel die Seiten gewechselt: Die scharfzüngige lesbische Agentin arbeitet inzwischen als Regisseurin. Doch wenige Tage vor Drehbeginn verliert sie ihren Hauptdarsteller. Was tun? Natürlich die alte Truppe zusammentrommeln.
Camille Cottin kehrt als Andréa zurück, ebenso Laure Calamy, Thibault de Montalembert, Grégory Montel, Nicolas Maury und weitere Mitglieder des ursprünglichen Ensembles. Regie führte Émilie Noblet. Der Film ist seit 10. September 2026 auf Netflix verfügbar.
Call My Agent! The Movie
Frankreich, 2026
Regie: Émilie Noblet
Cast: Camille Cottin, Laure Calamy, Thibault de Montalembert, Grégory Montel, Nicolas Maury
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«Stop! That! Train!» – Dragqueens gegen einen führerlosen Zug
Zum Abschluss wird es laut, albern und ausgesprochen camp. «Stop! That! Train!» ist eine Katastrophenkomödie, die sich keinerlei Mühe gibt, ihre Drag-Wurzeln zu verstecken. Mehrere bekannte Gesichter aus RuPaul’s Drag Race treffen auf einen ausser Kontrolle geratenen Zug. Mit dabei sind Ginger Minj, Jujubee und RuPaul als Präsidentin der USA, sowie zahlreiche Gaststars. Rachel Bloom spielt eine Regierungsbeamtin, die sich mit dem bevorstehenden Desaster herumschlagen muss. Regie führte Adam Shankman.
Der Film kam im Juni in Nordamerika ins Kino. Für den 20. September ist eine Netflix-Veröffentlichung in den USA angekündigt; ob dieser Termin auch für die Schweiz gilt, ist derzeit nicht bestätigt.
Stop! That! Train!
USA, 2026
Regie: Adam Shankman
Cast: Ginger Minj, Jujubee, RuPaul Charles und viele mehr
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Queeres Kino wird breiter
Auffällig an den neuen Movies ist nicht nur die Anzahl queerer Produktionen, sondern vor allem ihre Vielfalt. LGBTQ+-Figuren müssen längst nicht mehr ausschliesslich in klassischen Coming-out-Dramen auftreten. Sie befinden sich in Horrorfilmen, Dystopien, Familiengeschichten, Slasher-Komödien, historischen Stoffen oder völlig überdrehten Katastrophenfilmen.
Gleichzeitig bleiben Themen wie religiöse Homophobie, familiäre Ablehnung, Gewalt und gesellschaftliche Unsichtbarkeit präsent. Doch daneben stehen Lust, erste Liebe, Freundschaft, Wahlfamilien, Clubnächte und eine gehörige Portion Humor.
Vielleicht ist genau das die erfreulichste Botschaft des queeren Filmjahres 2026: Es gibt nicht die eine queere Geschichte – sondern immer mehr Raum für sehr unterschiedliche.
I Want Your Sex
La bola negra
Girls Like Girls
Heartstopper Forever
Teenage Sex and Death at Camp Miasma
Perfect
Monster: The Lizzie Borden Story
Club Kid
Feito Pipa (Gugu’s World)
Lieblingsmenschen
Black Church Bay
Call My Agent! The Movie
Stop! That! Train!