Dienstag, 14. April, 20.30 Uhr
Mittwoch, 15. April, 18.00 Uhr
LA MISTERIOSA MIRADA DEL FLAMENCO (Der geheimnisvolle Blick des Flamingos)
F/Chile/D/E 2025, 104’, Digital HD, Spanisch/d
Regie, Drehbuch: Diego Céspedes
Mit: Tamara Cortés, Matias Catalán, Paula Dinamarca, Pedro Muñoz, Luis Dubó
Im Kino Rex Bern
1982: Die elfjährige Lidia lebt in einer queeren Familie, die eine Bar betreibt. Als sich eine unbekannte tödliche Krankheit auszubreiten beginnt, entsteht das Gerücht, sie werde schon durch den Blick eines queeren Menschen übertragen. Die Gemeinschaft wird schnell zum Ziel kollektiver Ängste und Fantasien.
Anfang der 1980er Jahre, in der chilenischen Wüste. Lidia, 11, wächst in einer Patchworkfamilie von transidenten und schwulen Figuren auf, die Zuflucht in einer Kabarett-Bar mitten in der Wüste am Rand einer Bergbaustadt gefunden hat. Als sich eine mysteriöse und tödliche Krankheit auszubreiten beginnt, entsteht das Gerücht, sie werde schon durch den Blick eines queeren Menschen auf einen anderen Mann übertragen. Die Gemeinschaft wird schnell zum Ziel kollektiver Ängste und Fantasien. Als die Familie beschuldigt wird, der Ursprung der Krankheit zu sein, begibt sich Lidia auf die Suche nach der Wahrheit. Das Gespenst von Aids schwebt im Film als Mythos über den Figuren, ohne je beim Namen genannt zu werden.
Der 30-jährige Regisseur Diego Céspedes, der mit seinem Film 2025 den Un Certain Regard-Preis in Cannes gewann, übersetzt das historische Trauma in ein queeres Märchen zwischen Coming-of-Age, Western-Mythos und Sozialdrama. Die Wahlfamilie um Flamingo und Mama Boa steht dabei im Kontrast zur machistischen Dorfgemeinschaft. Erzählt wird die Geschichte aus Lidias kindlicher Perspektive, die das Geschehen mit Faszination und Schrecken beobachtet und dem Film so eine poetische Freiheit verleiht. Der Film ist ein kraftvolles Lob der Liebe (in all ihren Formen und in allen Altersgruppen), künstlerischer Schöpfung, Solidarität, der Kraft von Wissen und Begegnungen. (Epd-film)
Dienstag, 14. April, 20.30 Uhr
Mittwoch, 15. April, 18.00 Uhr
Im Kino Rex Bern


Dienstag, 14. April, 20.30 Uhr