Schwobhaus
Das dreigeschossige Schwobhaus gehörte der Kunstmalerin und Industriellentochter Susanne Schwob (1888-1967). Vor fast hundert Jahren lässt Susanne Schwob den obersten Stock der Jugendstil-Villa im Länggassquartier zu einem Malatelier umbauen. Ein wunderschönes Atelier mit verglaster Nordfront und bestem Mallicht ist entstanden, ein idealer Ort um sich der Kunst zu widmen. Susanne Schwob war überregional von Bedeutung, sie war als erste Frau Mitglied der eidgenössischen Kunstkommission und beeinflusste unter anderem von 1936–1942 die Biennale Venedig zusammen mit Antonio Auguste Giacometti und Oskar Reinhard. Nach ihrem Tod schenkte Frau Schwob die Villa der Stadt Bern: Das Haus dürfe nicht veräussert werden und müsse «ausschliesslich zur unmittelbaren Förderung der bildenden Künste» dienen. Über Jahrzehnte ist das Haus am Falkenhöheweg 15 weit über Bern hinaus bekannt und ein wichtiger Treffpunkt für Künstler und Künstlerinnen, ein unaustauschbarer Schaffensort, an dem Kunst und Alltag gelebt werden.
Bis heute hat diese Tradition des nicht institutionalisierten Austausches zwischen Kunstschaffenden überlebt. Seit Sommer 2015 arbeitet unter dem Verein Schwobhaus eine neue Generation bildende KünstlerInnen in der Länggasse.