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Dienstag, 12. Januar, 20:30 Uhr
Mittwoch, 13. Januar, 18:30 Uhr

MUERTE EN BUENOS AIRES

Argentinien 2014, 92 Min., Digital HD, Sp/dt; Regie/ Drehbuch: Natalia Meta; mit: Demian Bichir, Chino Darín, Hugo Arana, Monica Antonopulos, Fabián Arenillas, Jorgelina Aruzzi

Trailer

Es ist heiss im Buenos Aires der 80er Jahre, als Detective Chávez (OSCAR Nominee Demian Bichir aus Tarantinos THE HATEFUL EIGHT), treusorgender Familienvater und tougher Cop alter Schule, den Mord an einem exklusiven Mitglied der High Society aufklären muss. Am Tatort begegnet er dem Polizei-Neuling Gómez, ebenso umwerfend schön wie naiv. Die Spur führt in die brodelnde Schwulenszene der Stadt, und bald wird der attraktive Gómez (Chino Darín) als Lockvogel eingesetzt, um den Killer dingfest zu machen. Der junge Cop wird für den Fall bald unentbehrlich, was dazu führt, dass Chávez alles daran setzen muss, kühlen Kopf zu bewahren: Nicht nur der Mord sondern auch sein hübscher Kollege fordern mehr Aufmerksamkeit, als dem Macho lieb ist. Versteckte Sehnsüchte bahnen sich unaufhaltsam ihren Weg in diesem elegant fotografierten und aussergewöhnlich herb-erotischen argentinischen Thriller, der an die bekannten US-Serien «Strassen von San Francisco» oder «Kojak» erinnert. Während die Inszenierung durchaus bemerkenswert ist und die Regisseurin Natalia Meta zwischen Blaulicht und Neonleuchten einen stimmungsvollen Kosmos aus zwielichtigen Gestalten und sexueller Ambivalenz erschafft, erweist sich «Mord in Buenos Aires» im Grunde doch als recht trashiger sowie einfach gestrickter Streifen. Das klischeehafte Drehbuch ist nur schwer ernst zu nehmen, allerdings sorgt seine grosse Naivität auch für das besondere Vergnügen, das dieser zwar nicht originelle, aber immerhin ziemlich eigenartige Thriller dem Publikum beschert.
Bei all den Stärken, die Natalia Metas Spielfilmdebüt vorweisen kann, sind es so am Ende doch vor allem seine charmanten Schwächen, die den Film so unterhaltsam und sehenswert machen. Als Zeitbild überzeugt «Mord in Buenos Aires» aufgrund seiner Oberflächlichkeit ebenso wenig wie als reiner Thriller, als schwule Variante der klassischerweise heterosexuellen Cop-Streifen bietet er dennoch eine gelungene Abwechslung im Genre-Einerlei. (queer.ch)

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