J.T.LEROY – Jeremiah Terminator LeRoy

Am 28. und 29. Juni im Kino Rex

Dienstag, 28. Juni, 20:30 Uhr
Mittwoch, 29. Juni, 18:00 Uhr

J.T.LEROY – Jeremiah Terminator LeRoy

Großbritannien/Kanada/USA 2018, 108 Min., digital HD, Englisch/d
Regie: Justin Kelly
Drehbuch: Justin Kelly, Savannah Knoop
Mit: Kristen Stewart, Laura Dern, Jim Sturgess, Diane Kruger, Kelvin Harrison Jr., Courtney Love, James Jagger, Kelvin Harrison Jr.

Im Kino Rex Bern

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Regisseur Justin Kelly («King Cobra») erzählte die wahre Geschichte der Entstehung der Kunstfigur Jeremiah Terminator LeRoy. Hinter dem Pseudonym steckt die übersprudelnden Autorin Laura Albert (Laura Dern). Mit ihrem ersten – angeblich autobiografischen – Roman vom jungen Stricher aus schlechten Verhältnissen, landet sie einen Überraschungshit. Ihre Story entwickelt jedoch eine starke Eigendynamik. Doch sie behält die Maske auf und verpflichte ihre Schwägerin (Kristen Stewart) als J.T. aufzutreten. Die grosse JT-LeRoy-Show nimmt ihren Lauf.

Allein der Name klingt schon nach einer Filmfigur: Jeremiah Terminator LeRoy. Ein prophetischer Android, königlich noch dazu – das ist reichlich Stoff für jeden Geschichtenerzähler. Und doch schien diese schillernde Persönlichkeit real sein, zumindest für ein paar Jahre. JT landete in den frühen 2000er-Jahren mit seinen autobiografischen Romanen «Sarah» und «Jeremiah» Sensationserfolge in der Literaturwelt, zunächst in New York, dann weltweit. Aus einem Teenager mit einer Lebensgeschichte aus Armut, Misshandlung, Drogen und Prostitution wurde ein Shootingstar. Fans lasen seine öffentlichkeitsscheue Art und die authentische, raue Literatur als Ausdruck seiner schwer verwundeten Persönlichkeit. Lebensnaher kann Literatur kaum sein.

Nach und nach tauchten vereinzelte Fotografien und Interviews auf; mit Andy-Warhol-Perücke, Sonnenbrille und grossem schwarzen Hut huschte der Autor verschüchtert durch spärliche öffentliche Auftritte. Die Verfilmung seines zweiten Romans feierte in Cannes Premiere. Der Skandal war perfekt, als 2005 das New York Magazine enthüllte, dass JT eine Kunstfigur war, der Name ein Pseudonym.

Der US-Filmemacher Justin Kelly zeigt nun die Entstehung dieser Kunstfigur als Biopic, wenn man die Werdung einer Fiktion so nennen möchte. Er erzählt von der übersprudelnden Autorin Laura Albert, die mit ihrem ersten Roman einen Überraschungshit landet. JT ist damals noch ihr Pseudonym, mit dem sie regelmässig bei der Telefonseelsorge anruft, um eigene Gewalterfahrungen zu verarbeiten. Die Story des jungen Strichers aus schlechten Verhältnissen entwickelt jedoch eine starke Eigendynamik, und Laura Albert behält die Maske auf. Die grosse JT-LeRoy-Show nimmt ihren Lauf. Als die Presse ihr immer mehr Aufmerksamkeit schenkt, gibt sie Telefoninterviews mit männlicher Stimme und überzeugt schliesslich ihre Schwägerin Savannah Knoop, mit Sonnenbrille und blonder Perücke als Jugendlicher JT aufzutreten. Schliesslich wird Knoop zu seinem Avatar, JT zur Rolle ihres Lebens.

Dienstag, 28. Juni, 20:30 Uhr
Mittwoch, 29. Juni, 18:00 Uhr

Im Kino Rex Bern

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