Selbst­verteidigungs­kurs für Queers

23./24. Oktober 2021 in Bern

Auch wenn die Ehe für alle angenommen wurde: Gewalt gegen queere Personen bleibt leider weiterhin Realität in der Schweiz. So wurden alleine im September 15 Fälle von Hate Crimes gemeldet. Deshalb organisiert Pink Cross einen Selbst­verteidigungs­kurs exklusiv für queere Personen.

Trotz der grossen gesellschaftlichen Fortschritte in den letzten Jahren werden queere Menschen noch immer zur Zielscheibe von LGBTQ-feindlichen Aggressionen. In der heissen Phase des Abstimmungskampfes für die Ehe für alle wurde ein tragischer Höhepunkt verzeichnet: In nur drei Wochen wurden 15 Fälle von Hate Crimes der Meldestelle von der LGBT+ Helpline gemeldet. Roman Heggli, Geschäftsleiter von Pink Cross, sagt dazu: «Mich schockiert die extrem hohe Zahl der Angriffe. Die Ehe für alle zeigte, dass wir zwar den Rückhalt eines grossen Teils der Bevölkerung haben – jedoch gibt es auch eine laute und aggressive Minderheit, die uns weiterhin nicht akzeptieren will.»
 
Insbesondere jüngere Menschen werden regelmässig im Ausgang beleidigt, bedroht und attackiert. Um den Betroffenen effektive Methoden gegen Übergriffe und Gewalt beizubringen, findet in Bern ein Selbstverteidigungskurs für Queers statt. Dieser wird von Functional Fighting, einem Ausbildungsinstitut für moderne Selbstverteidigung, geleitet. Kursleiter Tian Wanner erläutert: «Der Kurs für Queers stärkt ihr Selbstvertrauen und die mentalen Fähigkeiten. Er zeigt aber auch funktionierende körperliche Techniken, falls man sich verteidigen muss. So können queere Personen sicherer auf der Strasse unterwegs sein.»
 
Der Kurs wird von Pink Cross in Zusammenarbeit mit folgenden Partner*innen organisiert: Lesbenorganisation Schweiz, Transgender Network Switzerland, HAZ Queer Zürich, hab queer Bern, Dr. Gay, Milchjugend, Pride Zentralschweiz. 

Durchführungen am 23./24. Oktober in Bern und 4./5. Dezember in Zürich.

 
Anmeldung und weiter Auskünfte bei Pink Cross

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