Burleque Show im Bierhübeli

CABARET LUNE NOIRE – Burlesque Revue am 22. Februar

Burlesque ist eine erotische Kunstform bei der Verführung, Inszenierung und Kostümierung die Hauptrolle spielt. Es wird neckisch getanzt und gestrippt. Burlesque ist sinnlich, glamourös, humorvoll – und natürlich ist es sexy! Mit stilvoller Verführung wird eine knisternde Atmosphäre geschaffen. Burlesque Tänzerinnen – und ihre männlichen Pendants die Boylesque Tänzer – müssen nicht den gängigen Pornostandards entsprechen. Es ist nicht die Brustgrösse oder die Schwanzlänge die zählt, sondern die sinnlichen Bewegungen bei der Kunst des erotischen Entkleidens, dem Striptease.

Am Freitag, 22. Februar kann so eine Burlesque Revue im Bierhübeli bewundert werden. Dann gastiert das CABARET LUNE NOIRE in Bern. Moderiert wird die Show vom Berliner Jack Woodhead. Er präsentiert die Starlets Mara De Nudée und Lila Chupa Hoops aus Frankreich, Lotta Love aus der Slovakei, die Schweizerin Minouche von Marabou und den Boylesque Künstler
Alekseï von Wosylius aus Frankreich.

Eine kurze Geschichte des Burlesque

Im 19. Jahrhundertgehörten die Burlesque-Shows zur Populärkultur der arbeitenden Bevölkerung. Mit frivolen Frechheiten richtete sie sich gegen die aristokratische Hochkultur. Die erotische Komponente war schon immer ein Teil davon, genauso wie ein Komiker als verbindendes Element zwischen den Darbietungen dazugehörte. Auch die Travestie hatte Platz in diesen Shows. Anfangs des 20. Jahrhundert waren es die Varietétheater, die mit ihren leicht bekleideten Tänzerinnen alle Welt begeisterte, wie beispielsweise die Ziegfeld Follies am Broadway oder das Moulin Rouge in Paris. In den 40er- und 50er-Jahren wurden die Pin-Up Girls bekannt, die mit humorvoller und unschuldiger Erotik die Jungs in der Armee erfreuten und zu Stilvorbilder für junge Frauen wurden. Doch mit der sexuellen Revolution in den 60er Jahren und der gleichzeitigen Verbreitung der Pornografie, ging Burlesque vergessen.

Erst in den 90er-Jahren feierte Burlesque sein Comeback. Vorerst nur in der Subkultur grosser Städte wie New York oder Berlin. Der Neo- oder New-Burlesque verstand es, alle die Elemente aus der Jahrhundert alten Geschichte des Burlesque neu aufzubereiten und damit eine Gegenkultur zu schaffen zum verbreiteten Porno-Chic der Neuzeit. Die bekannteste Vertreterin des neuen Burlesque ist die Amerikanerin Dita Von Teese. Sie und viele andere Burlesque Tänzerinnen trafen damit einen Nerv und verführten viele weitere Frauen, sich auch in diesem Genre zu versuchen. Es geht ihnen darum eine Weiblichkeit zu zeigen, die optisch zwar anachronistisch anmutet, aber doch eine starke emanzipatorische Kraft ausstrahlt. Wenn sie sich auf der Bühne sexy zeigen, egal ob klein oder gross, dick oder dünn, machen sie das nicht um den Männer zu gefallen, sondern um ihre Weiblichkeit zu feiern. Deshalb begeistert Burlesque nicht nur (Hetero-)Männer sondern auch das weibliche Publikum.

Boylesque

Obwohl Burlesque ein Frauen dominiertes Genre ist, fanden auch Männer ihren Platz auf der Bühne. Zum einen als Moderatoren, die gleichzeitig auch Comedians sind. Aber auch als erotische Darsteller sind Männer im Burlesque zu sehen. Das diese meist schwul sind, ist nicht überraschend. Sie nennen sich Boylesque Tänzer. Es sind aber weder Dragqueens noch Go-Go-Boys oder Male-Stripper wie die Chippendales, sondern sie sind etwas Neues. Im Gegensatz zu den weiblichen Darstellerinnen, die meistens eine klassische Weiblichkeit mit vielen stilistischen Referenzen an die 40er und 50er-Jahren zelebrieren, wagen sich die Boylesque Tänzer, eine neue Männlichkeit zu zeigen, jenseits von Machogehabe, Muskelbergen und Testosteron gesteuerten Tanzeinlagen. Sie zeigen eine agile Männlichkeit die sich eher an Balletttänzern, antiken Mythologien und Filmhelden orientiert.

CABARET LUNE NOIRE

Einer dieser Boylesque Künstler ist Alekseï Von Wosylius. Er nennt seinen Stil Opera-Boylesque, poetisch und universell. Mal kostümiert er sich als Pan, mal als arabischer Prinz oder als «White Rabbit» aus Alice im Wunderland. Er wird der einzige männliche Tänzer sein, der am 22. Februar im Bierhübeli an der Burlesque Revue CABARET LUNE NOIRE auftreten wird.

Begleitet wird er von Lila Chupa Hoops, deren Spezialität sind die Hula Hoop Reifen. Mara De Nudéé findet ihre Inspiration in den Stummfilmen der 20er-Jahre, die Schweizerin Minouche von Marabou ist eine Revuetänzerin à la Moulin Rouge und Lotta Love, das freche Pin-Up-Girl, hat bereits Auszeichnungen gewonnen in Genf und Mailand. Als Host dabei ist Jack Woodhead, eine Mischung aus dem Conferenciers im Musical Cabaret und einer typischen, trashigen Berliner Dragqueen. Angemessen einer Hauptstadt werden die erlesensten Darbietungen des “Tease”. gezeigt. Willkommen zu Bern’s grosser Burlesque Revue im Bierhübeli!

 

CABARET LUNE NOIRE
Burleque Revue
Freitag, 22. Februar 2019
20:30 Uhr, Bierhübeli
Türöffnung: 19:30

Starlets: Mara De Nudée, FR; Alekseï von Wosylius, FR; Lotta Love, SK; Lila Chupa Hoops, FR; Minouche von Marabou, CH
Host: Jack Woodhead, DE
Technical Director: Marco Felix

Anschliessend gibt’s Drinks und Electro Swing Sounds in der Lounge – freier Eintritt!

Vorverkauf: ticketcorner.chCHF 30/40/52/99
Abendkasse: CHF 35/45/57/104
Altersbeschränkung | ab 18

Mara De Nudéé
Lotta Love

 

Lila Chupa Hoops

 

Alekseï von Wosylius ©Ioannis Georgakoudis
Minouche von Marabou

 

Jack Woodhead,

Kommentar

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.